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Pestizide in Kräutern und Gewürzen PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 02. Oktober 2008 um 09:15
 Paprika Pulver mit Pestiziden verseucht
Hamburg (AFP)  Laut einer Untersuchung von Greenpeace sind viele Kräuter und Gewürze aus dem Supermarkt erheblich mit Pestiziden belastet. Von 33 getesteten Proben wiesen 27 Rückstände von Pflanzenschutzmitteln auf. Nur 19% aller Proben seien frei von nachweisbaren Spritzmitteln gewesen. Insgesamt fand das von der Umweltorganisation beauftragte Labor in den Kräutern und Gewürzen 53 verschiedene Pestizide. 35 davon sind den Angaben zufolge besonders gesundheitsschädlich, 18 sind in der EU noch nichtmal zugelassen. Häufig nachgewiesen worden sei beispielsweise das krebserregende Cyproconazol, das die Fortpflanzung beeinträchtigende Carbendazim und das ins Hormonsystem eingreifende und das Erbgut verändernde Thiabendazol. Besonders Paprikapulver, Dill und getrocknete Petersilie erwiesen sich laut der Untersuchung als wahre Pestizidcocktails. In einem Gläschen Paprikagewürz steckten laut Greenpeace bis zu 22 verschiedene Spritzmittel; hingegen waren Pfeffer, frische Petersilie und Ingwer meist gering belastet. Greenpeace hatte Mitte September fünf der in Deutschland beliebtesten Gewürze und Kräuter unter die Lupe genommen. Gekauft wurden die Proben in Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln und Jena. Die meisten Pestizide gelangen laut Greenpeace durch Importe aus Übersee auf den EU-Lebensmittelmarkt. Zudem würden auch in der EU immer wieder unerlaubte Spritzmittel eingesetzt.
 
 
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