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Eine kurze Geschichte der Servietten

Schon die Römer säuberten Ihre Münder nach dem Essen mit einer Serviette, welche damals allerdings noch Mappa hiess. Die Mappae waren nicht nur praktisch zum Schutz vor Verunreinigungen der Kleidung und der Liege auf welcher man seine Mahlzeit einnahm, sondern eigneten sich vorzüglich um die übrigen wertvollen Delikatessen nach dem Feste einwickeln und mitnehmen zu können. Es versteht sich von selbst, das diese frühen Doggy Bags dementsprechend eine beachtliche Grösse hatten, welche mit der unserer heutigen Servietten nicht vergleichbar ist.

Das Konzept der Serviette scheint die Adeligen des frühen Mittelalters nicht sonderlich beeindruckt zu haben. Sie benutzten lieber Brot oder Ihre Handrücken um die Münder abzuwischen und Ihre Kleidung um die Hände zu säubern. In Deutschland sind die Servietten so wie wir sie heute kennen erst seit dem ausgehenden Mittelalter wieder in Gebrauch. Der heutige Begriff Serviette wurde aus dem Französischen bzw. Lateinischen (servire = servieren) übernommen. Zunächst wurden mit den Servietten nämlich von den Bediensteten die Teller der Tischgäste abgewischt, daher auch der alte deutsche Ausdruck Tellertuch, der noch in der Enzyklopädie von Johann Georg Krünitz enthalten ist.

Tellertuch, eine Benennung für Serviette, weil man damit nicht nur die Teller abwischt, sondern sie auch auf oder neben den Teller legt, wenn der Tisch serviert worden ist.

Heute sind die Servietten das A und O eines sauber eingedeckten Tisches. Es gibt sie in allen Formen, Farben und Materialien.

Meistens haben Servietten allerdings folgende Formate:

  • Lunch Serviette: 33 cm x 33 cm
  • Dinner Servietten: 40 cm x 40 cm oder 42,5 cm x42,5 cm

Servietten werden etwa 5 mm von der Tischkante auf den Tisch gelegt.

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